Inhalationsgeräte regelmäßig reinigen

Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür, und damit nimmt auch die Infektanfälligkeit zu. Insbesondere      Atemwegserkrankungen machen uns im Winter zu schaffen. Bei Babys, Kleinkindern und Senioren behandelt man akute und chronische Erkrankungen der Atemwege häufig mit einer Inhalationstherapie, für die elek-trische Vernebler benutzt werden. Man erreicht dadurch nicht nur ein Befeuchten der Schleimhäute, sondern bringt auch Medikamente wie Antibiotika, Schleimlöser, Kortison oder einfach nur eine Sole-Lösung gezielt dorthin, wo sie wirken sollen, nämlich in die Lunge und die Bronchien mit ihren vielen kleinen Verästelungen.

Bei der Nutzung der Geräte ist eine regelmäßige Reinigung außerordentlich wichtig, da diese ansonsten verkeimen und beim Vernebeln Bakterien mit in die Lunge schleusen. Gereinigt wird das Gerät samt seinen Schläuchen in kochendem Wasser. Anschließend legt man es in seine Einzelteile zerlegt auf ein sauberes Tuch und lässt es einfach trocknen. Eine Desinfektion mit speziellen Mitteln ist nicht notwendig und kann sogar eher schädlich sein, weil Rückstände im Gerät bleiben und bei der nächsten Anwendung mit eingeatmet werden. Um sich selbst zu schützen, sollte man vor jedem Gebrauch des Geräts seine Hände waschen und die Inhalationslösung frisch zubereiten. Hat ein Patient eine chronische Erkrankung, sollte nur er allein das Gerät benutzen.

Es gibt verschiedene Verneblerarten. Am gängigsten sind die Ultraschallvernebler und die Düsenvernebler mit Kompressor. Vorteil der Ultraschallvernebler ist, dass sie besonders kleine Tröpfchen produzieren können und deshalb mit wenig Wirkstoff auskommen. Jedoch sind sie nicht für alle Medikamente geeignet und anfälliger für Störungen.

Düsenvernebler arbeiten mit größeren Tröpfchen, was eine größere Menge an Medikamenten notwendig macht. Für Erkrankungen der oberen Atemwege sind sie jedoch ausreichend. Bei einer akuten Bronchitis reicht übrigens auch ein einfacher Inhalator, der für wenige Euro in der Apotheke erhältlich ist. Mit ihm inhaliert der Patient den heißen Dampf mitsamt etwa einer Erkältungssalbe, die im Wasser aufgelöst wurde. Die wohltuenden Dämpfe lösen den Schleim und beruhigen die Bronchien. Gern berät Sie Ihr Apotheker.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.